Jahresgruppe - Integrales Training für Bewusstseinsentwicklung
In jedem Moment ist das Leben ein Angebot das Gute, das Wahre und das Schöne zu erkennen und zu verwirklichen. Ein bisschen geht immer, auch wenn die Umstände noch so widrig sind. Meditation verstehe ich als eine Haltung und Motivation im Leben, eine Lebenspraxis, die es uns zunehmend ermöglicht das Gute, Wahre und Schöne zu kultivieren.
Woran es uns häufig in unserem Leben mangelt, ist eine Erfahrung der spirituellen Dimension unseres Lebens und der Welt. Wir sind in vielen Bereichen unseres Lebens zu Materialisten, zu rationalen Verwaltern unseres Lebens geworden, in der Gott, das Göttliche, der GEIST, die Buddhanatur, nennen Sie es wie Sie wollen, keinen Platz mehr hat. Dadurch kann uns das Leben häufig trostlos und die Welt in unseren Augen und in unseren Herzen zu einem öden Platz werden.
Mich macht es traurig, wenn ich sehe wie viele Menschen ihr Leben verleben, ohne auch nur einen Hauch der Wirklichkeit ihrer eigenen göttlichen Natur gespürt, geschweige denn erkannt und gelebt zu haben.
Aber wir sind es, die uns diese öde „Wirklichkeit“ schaffen. Wir erschaffen mit unserem Geist unser eigenes Leiden. Wir leben in unserem „Film“ der Wirklichkeit. Unser Geist ist wie vernebelt und betäubt von den vielen, unaufhörlichen, sich gegenseitig bekämpfenden Gedanken, den sich widerstrebenden Impulsen, den quälenden, Leid verursachenden negativen Emotionen. Jeder Mensch trägt in sich das Potenzial dieses Leiden zu beenden und ein wirkliches Leben zu leben. Frei und doch verbunden, frei von Abhängigkeiten und Ängsten, verbunden und verwirklicht in der eigenen höchsten geistigen Natur. Und dann ist es möglich die wunderbaren in uns angelegten Fähigkeiten rein und unverfälscht ins Leben zu bringen.
Der Weg dahin ist ein spiritueller Weg, ein sich ausrichten auf das Geistige. Ein Ausrichten auf unsere göttliche Dimension, um sie im Hier und Jetzt verwirklichen zu können. Um diesen Weg erfolgreich gehen zu können, braucht es ein umfassendes Training unserer menschlichen Dimensionen. Es braucht ein gezieltes Geistestraining, das Meditation und die Entwicklung von umfassender Liebe und umfassendem Mitgefühl beinhaltet. In der Jahresgruppe werden die Teilnehmer/innen eine ganze Reihe von hilfreichen Werkzeugen, „geschickte Mittel“, kennen lernen, anwenden und erproben, um gezielt ihr spirituelle Entwicklung zu fördern.
Ich vermittle und begleite einen Weg, der religiös ist, aber nicht an eine bestimmte Religion gebunden ist. In das Training werden Inhalte einbezogen, die universell sind und in allen großen spirituellen Traditionen ihre Wurzeln haben. In den letzten Jahrzehnten sind viele östliche Traditionen begierig von uns aufgenommen worden, weil wir den lebendigen Kontakt zu einer gelebten Spiritualität weitgehend verloren haben. Aber etwas wird immer deutlicher: es braucht die Erweiterung der östlichen Wege durch westliche Wege der Wahrheitssuche. Unser westlicher Geist und unsere westliche Seele funktionieren anders. Wir Westler sind aufgefordert unseren eigenen Weg zu finden. Deshalb braucht es ein persönliches Training, eine individuelle spirituelle Praxis, die auf unser Leben zugeschnitten ist und die integral sein muss, d.h. sie muss alle Dimensionen unseres Seins fördern.
Wir müssen uns gleichermaßen um unseren Körper, um unsere geistigen, kognitiven Fähigkeiten, um unsere spirituelle Dimension, wie auch um unsere Psyche, mit ihren Verstrickungen und ihren Schattenanteilen, die verleugnet oder projiziert werden, kümmern. Wir müssen lernen uns ethisch zu verhalten, sind aufgefordert unsere negativen Emotionen umzuwandeln, Beziehungen und die Inhalte der Beziehungen ehrlicher und wahrhaftiger werden zu lassen und nicht zuletzt unsere Arbeit, unseren Beruf, in eine umfassende spirituelle Praxis einzubeziehen.
Es gibt Menschen, die in die Meditation oder andere Praktiken „fliehen“, und dann nach langer Zeit der Übung vielleicht bemerken, dass sie es immer noch mit den gleichen Problemen und Schwierigkeiten zu tun haben, dass Meditation ihre Probleme nicht gelöst hat. Hier gibt es viele Missverständnisse und auch Versäumnisse, die zu klären sind.
Im Laufe der letzten zwölf Jahre, in denen ich Meditation zu vermitteln versuchte, wie auch in meiner therapeutischen Arbeit, hat sich meine Arbeit immer mehr zu einem umfassenderen Ansatz entwickelt, der versucht, möglichst alle Dimensionen des menschlichen Lebens zu fördern. Dazu gehören eben auch psychotherapeutische Methoden, die dem Menschen helfen Klärung herbei zu führen.
Ziel ist es, immer mehr in das Leben hineinzuwachsen, die geistige, spirituelle Dimension zu leben und zu verwirklichen. Also die scheinbare Dualität zwischen dem Alltagsleben und Alltagserleben und der spirituellen Praxis und Erfahrung zu überwinden. Das Gelingen spüren wir direkt, wenn wir uns mehr mit unserem Potenzial verbunden fühlen und immer mehr aus einem Gefühl des Reichtums und der Fülle leben und handeln können. Dies gelingt uns, wenn wir mehr mit uns selbst, unserem wahren Selbst, in Kontakt kommen, unserem wahren Wesen, der egolosen Dimension unseres Seins, der unbedingten Liebe begegnen. Aus dieser Liebe erwächst dann zunehmend Wertschätzung und Dankbarkeit für unser Leben und wir können in unser Heilsein hineinwachsen.